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Beziehungen erhalten –Unterstützung sichern:

Kinder und Jugendliche im Lockdown stärken!

Offene Kinder- und Jugendarbeit bietet die dringend notwendige Ergänzung zu Schule, Kita und Familie.

In Baden-Württemberg wird der größte Teil des gesellschaftlichen Lebens aufgrund der Bekämpfung der Corona-Pandemie bis mindestens Mitte März nicht stattfinden. Auch die Angebote der Kinder-und Jugendarbeit in Präsenz sind untersagt.

Dabei benötigen insbesondere diejenigen verletzlichen Adressatengruppen, die in problematischen Verhältnissen leben oder von Armutsrisiken betroffen sind, verstärkt unsere Unterstützung.

Junge Menschen wenden sich immer häufiger an die Einrichtungen der Jugendarbeit und fragen nach Beratung, Hilfe und Unterstützung, die sie unter den derzeitigen Vorgaben nicht erhalten. Dieser Gruppe stehen in der Regel deutlich weniger mediale und digitale Mittel zur Verfügung um Kontakt zu halten, sich zu informieren und sich mit notwendigen Unterstützungsangeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu vernetzen. 

Kinder und Jugendliche brauchen sichere Orte.

  • Orte an denen ihre Sorgen und Nöte ernst genommen werden.
  • Orte, zu denen sie hingehen können, wenn das familiäre Umfeld die eigene körperliche und seelische Unversehrtheit nicht sicherstellen kann.
  • Orte, die verlässliche, dauerhafte Beziehungen bieten.
  • Orte, an denen sich jemand zuverlässig kümmert.

Solche sicheren Orte sind Einrichtungen sowie Angebote der Offenen Kinder-und Jugendarbeit.

Studien aus dem Frühjahr 2020 unterstreichen nachdrücklich die Feststellung des 15. Kinder-und Jugendberichts der Bundesregierung, dass die Kinder- und Jugendarbeit „für ihre Zielgruppe weiterhin ein wichtiges institutionelles Gefüge des Aufwachsens“ ist.

Wir unterstützen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Digitale Angebote sind sinnvoll, erreichen aber nicht alle Kinder und Jugendlichen. Gerade in einem verstärkten Lockdown ist auch eine persönliche und analoge Erreichbarkeit der Fachkräfte für ihre Adressatengruppen wichtig und von daher unbedingt abzusichern, um junge Menschen in dieser gesellschaftlichen Krisensituation und bei spezifischen Problemlagen zu unterstützen und nicht allein zu lassen.

Daher fordern wir:

-Die Ermöglichung von eigenständigen Angeboten der Notbetreuung auch in den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

-Die zeitgleiche Mitberücksichtigung der Jugendarbeit vergleichbar zur schrittweisen, dem Infektionsgeschehen angepassten Wiedereröffnung von Kindertagesstätten und Schulen.

Uns ist bewusst, dass aufgrund der immer noch hohen Inzidenzzahl und der erforderlichen Maßnahmen derzeit nicht alle Inhalte und Angebote einer regulären Kinder-und Jugendarbeit gemäß SGB VIII umgesetzt werden können. Jedoch sind die hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten im Arbeitsfeld befähigt und motiviert, Angebote gezielt zur Verfügung zu stellen.

Damit bietet die Offene Kinder- und Jugendarbeit eine dringend notwendige Ergänzung zu Schule, Kita und Familie.

AG Jugend im Landkreis Lörrach


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